...ist ein Kinderspiel im Vergleich zum Lesen von "Die Frequenzen" von Clemens J. Setz. Zumindest für mich. Was habe ich mich schwer getan. Ich brauchte ungefähr 250 Seiten um mich überhaupt an den sehr ausschweifenden Schreibstil, der Kreise zieht, so groß wie Weltmeere, zu gewöhnen. Und dann hat man erst ungefähr ein Drittel geschafft.

 

 

Wer Schwierigkeiten hat mit unterschiedlichen Sichtweisen und Perspektiven: Herzlich Willkommen in der Hölle.

Nicht nur, dass alle Nase lang irgendjemand anderes den Erzählstrang in der Hand (oder Pfote...jaha, genau) hält, nein, man wird auch nur häppchenweise informiert, wer all diese Erzähler sind.

Alle, wirklich alle, haben irgendwie ein, wie auch immer geartetes, psychisches Problem. Sicher, vermutlich nicht weit weg von der realen Welt. Aber es ist doch relativ schwer zu ertragen. 

Und an sich weiß ich nicht genau, was mir der Autor sagen möchte. Denn eigentlich plätschert die Geschichte nur vor sich hin, sie reiht sich einander wie eine Traubenzuckerkette. Leider sind alle Traubzuckerkügelchen schon angelutscht, dreckig und gespickt mit Fusseln. Unschön.

 

Möchte ich dieses Buch empfehlen: ich glaube nicht. Vermutlich tue ich dem Autor unrecht und ich verstehe seine Kunst nur nicht. Doch außer Qual ist bei mir kein weiterer Eindruck hängen geblieben.