Tödliche Schnitte - Thriller. - Rick R. Reed

Ein rasanter Start. Man wird nicht lange hingehalten sondern gleich mit viel Blut und Widerwärtigkeiten konfrontiert. An sich eine gute Sache für einen Psychothriller. Allerdings habe ich mich gefragt: "Was soll nun die restlichen 300 Seiten passieren?".

Nun, Ermittlungsarbeit. Aber auch nicht so richtig. Denn der Protagonist und seine Kompanie findet eigentlich gar nichts heraus. Die sind damit beschäftigt plumpe Witze zu reißen, Donuts zu essen (Schublade auf) und ihre Vorgesetzten saublöd zu finden (Schublade zu). Die meiste Arbeit macht tatsächlich die supernervige Journalistin (Schublade wieder auf), die für eine gute Story alles machen würde. Dementsprechend hoch ist ihr Ehrgeiz. Bringt ihr am Ende allerdings nicht besonders viel. 

Der Protagonist ist ein Stereotyp von amerikanischen Cop: knallhart, liegt immer moralisch richtig, auch wenn er dabei aneckt und sieht natürlich nicht, dass er einen arschvoll Psychoproblemen hat, DENN er ist ja knallhart...ein bisschen platt.

Den Täter lernt man schon zu Beginn der Geschichte kennen. An sich ein spannend angelegter Charakter, bei dem man es leider verpasst hat ihm mehr Tiefe zu geben! 

Eine gute Grundidee, aber nicht sonderlich ausgereift...schade