Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. - Milan Kundera

...aber das Buch wurde doch noch zu Ende gelesen. Nach nur vier Wochen. Und es lässt mich so gar nicht glücklich zurück. Noch nicht mal die gute glückliche Traurigkeit ist anwesend. Ich fühle mich nur ausgelaugt. 

Der Klappentext versprach mir noch ein intellektuelles Feuerwerk voller Sentimentalität und Humor. Das ist irgendwie an mir vorbeigegangen. 

Hauptsächlich geht es um Tomas und Teresa, die sich lieben. Auf eine wie auch immer geartete Weise. Das will ich nun auch gar nicht in Frage stellen, denn die Hollywoodliebe aus den Filmstudios will ich nicht unterstützen. Ich glaube fest daran, dass man unterschiedlichst lieben kann. Das tun auch Tomas und Teresa, aber auf eine so selbstzerstörende Art, die mich wahnsinnig anstrengte. Und erschreckte. Und zweifeln ließ. Wie viel kann oder sollte man aushalten, um den Gegenüber nicht zu verlieren? Verliert man sich dabei nicht selber? Muss das der Preis sein?

Das Buch war für mich hauptsächlich unerträglich, die Leichtigkeit ist mir währenddessen abhanden gekommen. 

Zudem fand ich den Aufbau des Buches schwierig. Es gibt nicht nur Sprünge in Zeit und Erzählsträngen, sondern auch in Erzählperspektiven. Manchmal spricht der Autor den Leser direkt an, was mich wahnsinnig irritierte. Wozu? Außerdem gibt es dann noch einen Nebenkriegsschauplatz, der meiner Meinung nach vollkommen irrelevant ist. Vermutlich habe ich aber das ganze Werk nicht verstanden. Schade. 

So wollte ich das neue Lesejahr zwar nicht einläuten, doch es kann ab hier ja quasi nur bergauf gehen.